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Für eine
hochwertige Kunststoffverwertung müssen die Kriterien der
Sortenreinheit und der Schadstofffreiheit erfüllt sein. Auch
hier trägt IoSys - Dr. Timur Seidel e.K. zur Problemlösung bei. Der
Einsatz dieses Messgerätes, welches zur Schnellerkennung von Kunststoffen
und deren Additiven entwickelt wurde, ermöglicht es, weitere
Kunststoffmengen der stofflichen Verwertung verfügbar zu machen.
Mit der
innovativen Technik der so genannten
Gleitfunken-Spektrometrie ist es
möglich, vorzugsweise handhabbare, kompakte, elektrisch nichtleitende
Kunststoffteile aus dem Elektro-/Elektronik- sowie
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aus dem
Automobil-recycling- Bereich oder andere nicht leitende Materialien
direkt zu untersuchen. Stark verschmutzte oder lackierte Messstellen
können zur Reinigung einfach mit einem Messer freigekratzt werden. |
Das
Prinzip der Methode ist eine kurzzeitige thermische Verdampfung
eines kleinen Teiles der Kunststoffoberfläche mit Hilfe von
stromstarken Gleitfunken definierter Entladecharakteristik. Hierbei
werden die Bestandteile des Materials in der Funkenstrecke schlagartig
verdampft, atomisiert und zur Aussendung von
Lichtstrahlung angeregt.
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Die
Erkennung der Additive erfolgt anhand der simultanen Erfassung
charakteristischer Emissionslinien der Additiv-Elemente im
Spektrum. Beim Vermessen
der Kunst-stoffprobe werden
die erfassten Intensitätswerte ausgewählter Elementlinien mit vor-eingestellten Intensitäts-schwellwerten verglichen. Bei
entsprechender Über-schreitung wird das Element als erkannt angezeigt.
Nach Kalibrierung des Systems mit
bekannten Proben sind
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auch
halb-quantitative Gehaltsbestimmungen bis in den unteren sub-%-Bereich möglich.
Die
Identifizierung der Kunststoffsorte erfolgt mittels einer zuvor
angelernten Mustererkennung. Hierbei werden relevante spektrale und
elektrische Informationen der Messung in ein neuronales Netzmodell
verarbeitet. Das Ergebnis der Auswertung ist eine prozentuale
Wahrscheinlichkeitsangabe für die erkannte Sorte.
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Zur Analyse
wird die Abfunkpistole einfach auf das zu untersuchende Material
angedrückt und die Messung durch Betätigen der Starttaste ausgelöst.
Nach der Abfunkung wird das Ergebnis auf dem
TFT-Farbdisplay |
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angezeigt. Die Messpistole ist mit einem 2m langen
Schutzschlauch zum Gehäuse verbunden. Die optischen Signale werden mittels
Faseroptik in das Spektrometersystem eingekoppelt. Das tragbare Messgerät
beinhaltet die CCD-Spektrometeroptik, den Gleitfunken-Generator und den
Steuer- und Auswerterechner. Die Softwarebedienung erfolgt über das
integrierte TouchPanel oder über eine externe Tastatur. Über die serielle
Schnittstelle und ein Link-Programm kann ein Datenaustausch vorgenommen
werden. Als Zubehör ist ein Mini-Plotter zum
Ausdruck des Messergebnisses erhältlich (Abmessungen:
BHT: 364x195x316 mm, Gewicht: 10 kg, Anschluß: 100V oder 230V~/50 Hz).
Mit dem Gleitunken-Spektrometer ist es möglich, unabhängig von der
Farbe folgende Untersuchungen an der Probe vorzunehmen:
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Identifizierung relevanter Kunststoffsorten PA6x, PA12, PP, PE, ABS,
PS, PPO, PC, PBT, PET, PMMA, POM,PVC, PPS, Teflon, Silikonkautschuk |
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Erkennung von
Flammschutzmitteln
(z.B. Br-, Cl-, P-, Mg- oder Al-haltig) |
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Identifizierung schwermetallhaltiger Additive
(z.B. Cd und Pb in Pigmenten oder Stabilisatoren) |
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Detektion von
Füllstoffen (z.B. Kreide, Talkum) |
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Erkennung von
Oberflächen-Beschichtungen
(z.B. Silicium- oder Fluorhaltig) |

Die Eingabe
verschiedener Abfunkbedingungen sowie die detaillierte Ansicht bzw.
Auswertung der resultierenden Atom-Emissionsspektren ermöglicht es, eigene
Applikationen leicht zu entwickeln. Das Anlernen des Gerätes mit
kundeneigenem Material ist nach Absprache möglich. |
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